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Stab,
Stabsstelle Online-Verwaltungslexikon
eine Leitungshilfsstelle, d. h. ein Dienstposten mit der Aufgabe der Unterstützung
einer Instanz bei der Wahrnehmung ihrer Führungsaufgaben,
ohne eigene Ausführungsaufgaben (s. »Ausführungsstelle),
aber auch ohne Weisungsbefugnis gegenüber den der Instanz
nachgeordneten Stellen (der sog. Linie).
Stabilität
Fähigkeit, bei sich ändernden Bedingungen der Umwelt den eigenen Zustand bzw.
die eigenen Leistungen weitgehend unverändert beizubehalten. Ziel bzw. Systemeigenschaft,
die in einem Spannungsverhältnis zu Flexibilität
steht.
Stablinienorganisation (-system)
der Strukturtyp, bei dem die Einlinienorganisation
durch einen Stab oder mehrere Stäbe ergänzt ist, die die
Instanzen unterstützen, denen sie jeweils zugeordnet
sind. »Mehrliniensystem, Matrixorganisation
Stakeholder / Anspruchsgruppen
jemand, der als Gruppe oder Individuum ein wie immer geartetes legales Interesse
an der Institution / der Unternehmung /der Region usw. hat, unabhängig davon, ob die Rechtsordnung
ihm Rechte für die Wahrnehmung dieser Interessen zubilligt; Betroffener,
Beteiligter, Interessenträger, -vertreter, -gruppe. Für die öffentliche
Verwaltung sind Stakeholder insbesondere die Auftraggeber, der Finanzieren, die Steuerzahler
und die Adressaten ... Mehr ...
Stelle (Dienstposten)
organisatorisch: die dauerhafte Zusammenfassung von Aufgaben für die Wahrnehmung
durch eine Person. Dabei werden Ausführungsstellen,
Instanzen und Stabsstellen
unterschieden, »Stellenarten. Den unterschiedlichen
Aufgaben und Befugnissen entsprechen unterschiedliche Verantwortungsarten.
Synonym: Dienstposten.
Stellen sind die Grundbausteine der Aufbauorganisation. Beachte die abweichenden Bedeutungen von "Stelle" im haushaltsrechtlichen Sinne = die Ermächtigung zur Beschäftigung und Bezahlung eines Menschen; und im Sinne von Zuständigkeitsbereich unabhängig von der Zahl von Personen, die diese Zuständigkeit wahrnehmen, z. B. "Personalstelle".
Stellenarten » Ausführungsstellen, Instanzen und Stabsstellen
Stellenbeschreibung
(= Dienstpostenbeschreibung) Dokument der »Aufbauorganisation,
das die organisatorisch wichtigen Informationen über die Stelle
enthält: Bezeichnung der Stelle, organisatorische Einordnung in die Hierarchie,
Aufgaben und Befugnisse, in der Regel auch die wesentlichen Anforderungen an
den Stelleninhaber / die Stelleninhaberin. Schlagwortartig: Instanzen-, Aufgaben-,
Besetzungsbild. Detailliertere Informationen, z. B. der prozentuale Anteil
der Teilaufgaben, enthalten Stellenbeschreibungen oft für arbeitsrechtliche
Zwecke ... Mehr ...
Stellenbildung
Dauerhafte Zusammenfassung von Teilaufgaben als "Aufgabenbündel für eine
gedachte Person", d. h. zu einer Stelle (=Dienstposten);
auch als Teil der "Aufgabensynthese" bezeichnet;
Grundlage: Ermittlung der Teilaufgaben durch Aufgabenanalyse
("Was"), des Umfangs durch Personalbemessung
("Wieviel"), der Anforderungen (Stellenbewertung) und sonstiger Entscheidungsgrundlagen
("Womit" - benötigte Sachmittel; "Wo" - Arbeitsort; "Wer" - fachliche Anforderungen,
usw.). Das früher klassische Vorgehen, zunächst Stellen als Teil der
Aufbauorganisation zu bilden und alle
weiteren organisatorischen Entscheidungen danach zu treffen, wird heute oft
umgekehrt: der Bildung von Produkten folgt die Gestaltung
der Prozesse und erst dann die Stellenbildung, entsprechend
der Produkt- und Prozessorientierung im Neuen
Steuerungsmodell und ggf. der Prozessorientierung im Qualitätsmanagement.
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2006-09-07
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Stelleninhaber/-in
Die Person, der die Wahrnehmung der Aufgaben der Stelle
übertragen ist.
Stellenplan
Zusammenfassende Darstellung aller Stellen als
vor allem personalwirtschaftliches Instrument
Stellvertreter/-in »Vertreter/-in
Strategie
1. Das langfristig orientierte Vorgehen in grundlegenden Fragen, Verfolgung
der »strategischen Ziele im Unterschied
zu operativen Zielen; 2. im Unterschied
zu Taktik: die übergreifende und längerfristige
Zielsetzung, die verfolgt wird und die auch aus "taktischen" Überlegungen heraus
kurzfristig scheinbar zurückgestellt werden kann, um auf Dauer doch das strategische
Ziel zu erreichen. S. als Beispiel Unternehmensstrategie.
3. Normativ: Konzept für Maßnahmen zur
Sicherung des langfristigen Erfolges eines Unternehmens/einer Institution.
strategisch (im Unterschied
zu operativ und taktisch
)
langfristig und grundsätzlich/erfolgskritisch, Zeithorizont 3 Jahre und länger,
z. B. die wesentlichen Produkte, Aktivitäten
für den Betrieb als ganzes betreffend. Grundlegende Unterscheidung für die Managementaufgabe,
Planung, Controlling
usw. »strategische Ziele, strategisches
Management. Mehr (Übersicht) ...
strategisches Controlling
Controlling, das sich sich vor allem mit den
mittel- und langfristigen Chancen und Risiken befasst und entsprechend andere
Techniken und Methoden verwendet (z. B. Szenario-Technik, Portfolio-Analyse)
als das operative Controlling. »Strategisch,
taktisch, operativ, Controlling-Definition,
Controlling ausführlich
| Ohne strategisches
Management ist |
Strategisches
Management
Management der mittel- und langfristigen
Erfolgspotenziale bzw. für die öffentliche Verwaltung der Entwicklungsperspektiven.
Es umfasst in der öffentlichen Verwaltung vor allem die Frage nach den strategischen
Zielen, dem "Wozu" des Handelns (die richtigen Dinge tun, Effektivität).
Ein wichtiges Instrument ist die SWOT-Analyse.
Operatives Management ist demgegenüber die Umsetzung der strategischen
Ziele durch die festgelegten Programme und Leistungen in kurz- und mittelfristiger
Perspektive und die Frage der Effizienz. Ohne
strategisches Management ist die Finanzkrise der öffentlichen Hand nicht zu
bewältigen ... Mehr ...
strategische Ziele
längerfristige und grundsätzliche/erfolgskritische Ziele,
in der öffentlichen Verwaltung auch die Ebene der politischen Ziele, die als
längerfristige Vorgaben zwischen Politik und Verwaltung vereinbart werden, das
Wozu des Handelns definieren; Zielvereinbarung
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Stress
(1) Zustand körperlich-psychischer Anspannung bzw. (2) die Einflüsse,
die diese Anspannung auslösen (richtiger: die Stressoren). Umgangssprachlich
wird mit Stress eher die Überlastung bezeichnet, negativer Stress, während
in der Psychologie zwischen positiver Anspannung, die aktiviert - Eustress -
und negativer Anspannung - Disstress - unterschieden wird. - "Stress wird
meist als Einfluß von außen erlebt, wir fühlen uns den Belastungen ausgeliefert.
Diese Sichtweise ist einseitig. ..." (Litzcke, ausführlicher: Arbeits-
und Lerntechniken, 2002, Kapitel 4.1).
Stückkosten
Kosten pro Leistungseinheit (pro Antrag, pro transportiertem
Brief, pro Auskunft, usw.). Die Ermittlung von Stückkosten ist ein wichtiges
Element einer wirtschaftlichen Verwaltungsführung und erfordert ein entsprechend
ausgebautes Rechnungswesen.
Struktur
die Gesamtheit der für eine gewisse Dauer bestehenden Beziehungen zwischen
den Bestandteilen eines Systems; »Organisation.
In diesem Sinne sind sowohl Aufbau- wie Ablauforganisation Teil der Struktur.
Der moderne Sprachgebrauch verwendet dagegen Struktur nur noch für das Aufbaugefüge
und stellt ihm die Prozesse gegenüber, die es im
Rahmen moderner Organisationsarbeit vorrangig zu optimieren gilt (Vorrang der
Prozess- vor der Strukturgestaltung, entgegen der von Kosiol begründeten klassischen
Organisationslehre).
strukturiertes Interview
systematisches Verfahren der Ermittlung der Qualifikation von Bewerbern,
das die Verwertung schriftlicher Unterlagen (u.a. Beurteilung in bisheriger
beruflicher Verwendung) durch ein systematisch geführtes Interview mit
allen Bewerbern ergänzt. Das Verfahren ist weniger aufwändig als das Assessment
Center, u. U. aber mit dennoch hoher Prognosekraft, wenn es gut gestaltet
und die Interviewer entsprechend kompetent sind.
Strukturtyp (Organisationsform)
Strukturmerkmal, das die Gestaltung der Weisungsbeziehungen in der Aufbauorganisation
bestimmten Grundmodellen zuordnet: Einlinien-,
Stablinien-, Mehrlinienorganisation
in Form des Funktionsmeistersystems oder der Matrixorganisation
("unechte Matrixorganisation" durch Zentralisierung der Querschnittsaufgaben).
Strukturzahlen
quantitative Informationen, die die Interpretation von Kennzahlen
unterstützen können, z. B. Einwohnerzahl, Altersstruktur, Ausländeranteil. Die
abgebildeten Sachverhalte sind selbst entweder nicht steuerungsrelevant und/oder
kurz- und mittelfristig kaum beeinflussbar. Sie sind ein Spezialfall von Grundzahlen
oder werden aus ihnen abgeleitet. Wichtig für Leistungsvergleichen/Benchmarking
und für Controlling. Die Definition folgt dem
Kennzahlen-System der KGSt, das auch in anderen Verwaltungsbereichen
verwendet wird.
subjektiv
nach dem Empfinden eines einzelnen Menschen (Gegenteil: »objektiv;
intersubjektiv, d. h. subjektiv von/zwischen mehreren Menschen)
SWOT-Analyse
(= SOFT-Analyse)
Instrument vor allem des strategischen
Managements, analysiert die interne Situation nach Stärken (Strengths),
Schwächen (Weaknesses) und die externe Situation nach Chancen (Opportunities)
und Risiken (Threats) des Unternehmens (der Verwaltung/Behörde) und leitet
daraus strategische Empfehlungen für die einzelnen Produkte oder Geschäftsfelder
ab (Darstellung unter Verwendung der Portfolioanalyse).
Wird auch SOFT-Analyse genannt (Strengths, Opportunities, Failures
and Threats).
Synergie
Zusammenwirken von Faktoren, die sich gegenseitig unterstützen, so
dass als Ergebnis mehr entsteht als die Summe der einzelnen Faktoren, Teile,
Unternehmen usw. Im Bild lässt sich diese Situation beschreiben durch die
Formel "1 + 1 = 3".
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2006-09-07
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Synthese
Zusammenfügung von Einzelteilen zu einem Ganzen, von Elementen zu einem
System, von Teilaufgaben (die durch »Aufgabenanalyse ermittelt wurden) zu einer
Stelle/einem Dienstposten.
System Mehr ...
eine gegenüber der "Umwelt" abgegrenzte Gesamtheit von Elementen, zwischen denen
Beziehungen bestehen und die durch diese Beziehungen und die Abgrenzung zur
Umwelt als Einheit behandelt werden kann; z. B. eine Maschine, eine »Organisation
(= »"Institution") (eine Organisation ist in der Regel aufgrund ihrer Elemente
ein "soziotechnisches" System).
Jedes Element erhält seine Bedeutung erst durch das System. Man kann die Teile eines Systems deshalb nicht einzeln analysieren oder gestalten, sondern nur im Systemzusammenhang.
Die Analyse als "System" öffnet weiter den Blick für die Ermittlung von Systemfunktionen und -beziehungen, also einen Komplex zusammengehöriger Fragen, und Funktionsweisen wie Selbstreferenz und Autopoiese, Ultrastabilität, die dem sonst üblichen "kausalen" Denken unbekannt sind. Die Abgrenzung eines Systems (Festlegung der Systemgrenzen) erfolgt entsprechend dem Untersuchungsinteresse und ist nicht objektiv vorgegeben.
Im Verwaltungsmanagement wird die Systembetrachtung um "Outcome" erweitert (s. Grafik), weil erst damit die Funktion der öffentlichen Verwaltung zutreffend erfasst werden kann. S. auch das Stichwort Effizienz/Effektivät mit Zusatzinformationen. Mehr ...
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Tailoring
"Zuschneiden" oder "Maßschneidern": projektspezifische Anpassung und Detaillierung
eines Phasenkonzepts an die konkrete Projektaufgabe, »Projekt,
Projektmanagement, bzw. situationsgemäße
Anpassung anderer Konzepte.
taktisch (im Unterschied zu
operativ und strategisch
) Mehr (Übersicht)
...
mittelfristig (Zeithorizont 1 bis 3 oder 5 Jahre), weniger detailliert und zumeist
für einen größeren Teil des Betriebes/der Aktivitäten.
Grundlegende Unterscheidung für die Managementaufgabe,
Planung, Controlling
usw.
Target Costing s. Zielkostenmanagement
TCO (engl.: Total Cost of Ownership)
Umfassend ermittelte Gesamtkosten einer Investion über die gesamte Lebensdauer,
einschließlich der Folgekosten und der Kosten der Entsorgung. Wichtig z. B.
für die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von IT-Systemen, bei denen die Systembetreuung
wesentlich mehr Kosten verursachen kann als die Beschaffung allein.